Workshop für Existenzgründer
Auf reges Interesse stieß der dritte Workshop für Existenzgründer im Neuenburger Ratssaal. Rund 25 Interessierte waren gekommen, um von Johannes Merkel, Betriebswirt und Experte für Existenzgründungen Informationen, Tipps und Kontaktmöglichkeiten für den Aufbruch in die Selbstständigkeit zu erfahren. Mit an der Veranstaltung beteiligt war die Wirtschaftsförderung des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, die über ein engmaschiges Netz an weiterführenden Kontakten verfügt sowie Existenzgründer informiert, berät und auf den ersten Schritten in die Selbstständigkeit begleitet und unterstützt. Eine breite Palette der Brancheninteressen war vertreten, einige Teilnehmer hatten bereits ein eigenes Unternehmen gegründet und waren mit gezielten Fragen gekommen, wie ein junger Fliesenhändler, der den Betrieb des Großvaters übernehmen will. Weitere Berufsfelder waren Bauwirtschaft, Chemie, Versandhandel, IT-Dienstleistungen, Elektro, Gastronomie und Hauswirtschaft. Einige Teilnehmer erklärten, sie wollten sich erst einmal generell informieren, welche Risiken und Chancen der Schritt in die Selbstständigkeit birgt. Durch die gute Konjunktur habe die Zahl der Existenzgründer zwar leicht abgenommen, aber insgesamt sei immer noch ein starkes Interesse an solchen Veranstaltungen zu verzeichnen. informierte Merkel. In einer ersten Runde des vierstündigen Seminars beschrieben die Teilnehmer ihre Erwartungen und Vorstellungen, bevor es im Hauptteil um gezielte Informationen und individuelle Tipps und Anregungen ging. Im dritten Abschnitt wurden die nächsten anstehenden Schritte besprochen, so dass die Teilnehmer am Ende auch einen konkreten Fahrplan für ihre nächsten Aufgaben mitnehmen konnten. In Kontakt steht Merkel auch mit dem Steinbeis-Verbund einem weltweit verzweigten Experten-Netzwerk, das neben Beratung auch die Dienstleistungsbereiche Forschung und Entwicklung, Analysen und Expertisen sowie Aus- und Weiterbildung abdeckt. "75 Prozent unserer Kunden haben geschäftlich Erfolg", machte Merkel den Teilnehmern Mut. Vielleicht bleibt der eine oder die andere mit ihrer Geschäftsidee auch in Neuenburg: Dieter Branghofer von der Stabsstelle des Bürgermeisters stellte die Stadt als idealen Standort vor mit guter Verkehrslage, einer wachsenden Zahl von Arbeitsplätzen, guter ärztlicher Versorgung, sämtlichen allgemeinbildenden Schularten und einer hohen Lebensqualität. Die Stadt lade die Existenzgründer ein, sich über eine Ansiedlung in Neuenburg Gedanken zu machen, sagte er. Sie biete ihnen jede mögliche Unterstützung, Wirtschaftsförderung sei in Neuenburg Chefsache.