Landtagspräsident zu Gast beim ältesten Straßenfest im ganzen Land


Präsi Prominenter Besuch beim 43. Neuenburger Nepomukfest: Unter den vielen Gästen war zum Auftakt des ältesten Straßenfestes im Land der neue Landtagspräsident Willi Stächele. Als neuem Botschafter für die Landesgartenschau 2022 in Neuenburg am Rhein wurde ihm von Bürgermeister Joachim Schuster der diesjährige „Baum des Jahres“ gewidmet.
Präsi Schon kurz vor 17 Uhr füllte sich der Platz vor dem Stadthaus. Die Neuenburger Stadtmusik sorgte für den ersten musikalischen Gruß, bevor Bürgermeister Joachim Schuster das Fest vor einer großen Zuschauerkulisse eröffnete. Unter den Gästen auch Vertreter aus den elsässischen Nachbargemeinden, allen voran die Bürgermeisterin von Chalampé und Vorsitzende der Communeauté des communes Porte de France sued, Martine Laemlin-Delmotte. Vertreten war auch die Politik: Neben dem Landtagsabgeordneten Patrick Rapp gab sich der höchste Repräsentant des Landtages, Landtagspräsident Willi Stächele die Ehre.
Das 43. Nepomukfest in Folge sei das älteste Straßenfest in Baden-Württemberg, betonte Bürgermeister Joachim Schuster eingangs seiner Rede. Noch bis vor kurzem reklamierte die schwäbische Stadt Backnang mit ihrem 41. Straßenfest diesen Titel für sich. „Wir sind hier am Rhein dazu die badische Antwort“, kokettierte der gebürtige Schwabe. „Die Mutter aller Straßenfeste und die Wiege der Festkultur liegt in der freien Reichsstadt, in der Zähringerstadt, Stauferstadt, vorderösterreichischen Stadt und Markgrafenstadt Neuenburg“, schwelgte der „Chef-Schwabe“ in der „glorreichen Historie“ Neuenburgs.
Und er setzte noch einen an die Adresse des Landtagspräsidenten als landesweiter Botschafter auf: „Das musste einmal gesagt werden, um die Festkultur in Baden-Württemberg klar zu ordnen.“ Damit wandte er sich an Willi Stächele, der sich noch vor einigen Monaten als Finanzminister im ehemaligen Landeskabinett für die Vergabe der Landesgartenschau an die Zähringerstadt eingesetzt habe. Schuster habe sich nach eigenen Worten auch an Stächeles frühere Funktion als Landwirtschaftsminister, und damit zuständig für den Forst, erinnert.
Das habe ihn nun auf die Idee gebracht, Patenschaften und Botschafter für die Landesgartenschau zu finden und jeweils einen „Baum des Jahres“ jedem Botschafter zuzuordnen. „Wir wollen Ihnen, Herr Landtagspräsident, den Baum des Jahres 2011 widmen“, betonte Schuster. Dabei handle es sich um die „Elsbeere“, einer der edelsten Bäume. Sie verfügt, so der Bürgermeister weiter, über eine attraktive und relativ späte Blüte, über eine „traumhafte Herbstfärbung und Früchte“.
Anschließend überreichte Joachim Schuster eine entsprechende Urkunde an den Landtagspräsidenten und bat ihn um einen Eintrag ins goldene Buch der Stadt.
Bevor sich der Landtagspräsident ins goldene Buch der Stadt eingeschrieben hat, bewertete er das Nepomukfest in launiger Art als ein Glücksmoment seiner Kindererinnerung. „In meinen Sturm- und Drangzeiten war ich immer hier wegen der schönen Mädchen“, erinnerte er sich mit einem Lächeln. Das Nepomukfest sei wegen seines Charakters und seiner Atmosphäre „schon immer ein Knüller gewesen, zudem ich bis heute gerne komme“, so der prominente Politiker mit Markgräfler Wurzeln. Dieses Fest, das mit dem Namen eines Brückenheiligen verbunden ist, sei auch ein Symbol für die grenzüberschreitende Kooperationen. Als Präsent überreichte Stächele die Ehrenmedaille des Landtagspräsidenten an den Neuenburger Vogt.
Im Rahmen der Eröffnungsfeier wurden wieder die Vereine ausgezeichnet, die in ihren Lauben ihre Gäste mit Produkten aus heimischer Herstellung verwöhnen. Anschließend verkündeten die Böllerschüsse des Neuenburger Schützenvereins den Beginn des traditionellen Straßenfestes. mps